Freie Bürger für demokratische Werte

Papst-Plakat zensiert

Papst-Plakat zensiert

Vergößern mit Doppelklick aufs Bild


„Das ist ein einmaliger Vorgang. Aufrechten Demokraten wird in unserem Land der Weg verbaut, ihre Besorgnis um unsere Verfassung auf einem ganz normalen Weg in die Öffentlichkeit zu tragen“. So kommentierte Alfred Schulte, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit bei den Freien Bürgern für demokratische Werte, die Nachricht, dass alle verfügbaren Plakatfirmen es abgelehnt hatten, ein Großflächenplakat mit kritischen Äußerungen zum Papstbesuch anzunehmen.

„Wir haben auf diesem Plakat nur Fakten zusammengetragen und kritische Fragen gestellt – alles vollkommen im Rahmen der zulässigen Meinungsäußerung“, so Schulte weiter. „Aber die Großkirchen haben durch ihre Abgesandten offenbar Druck ausgeübt. Sie wollen offenbar nicht, dass die Menschen erfahren, dass der geplante Besuch des Papstes im Herbst den Steuerzahler wiederum mindestens 100 Millionen Euro kosten wird. Sie wollen offenbar verhindern, dass viele Menschen darüber nachdenken, ob das Oberhaupt eines diktatorisch regierten Ministaates wirklich im Parlament eines demokratischen Rechtsstaats reden soll – und worüber er sprechen soll: etwa über Kinderschänderverbrechen, die er systematisch vertuschte – oder über die Geldwäscheskandale seiner Hausbank? Ist der vorauseilende Gehorsam schon wieder so weit entwickelt, dass die freie Meinungsäußerung an der Schere im Kopf scheitert?“