Freie Bürger für demokratische Werte

Strafanzeige gegen Kai Diekmann (BILD)

Strafanzeige gegen Kai Diekmann (BILD)

Staatsanwaltschaft Berlin
Turmstraße 91
10559 Berlin
Per Telefax voraus: 030/90143310 16. September 2011





Hiermit erstatten wir
gegen Herrn
Kai Diekmann,
Chefredakteur der BILD-Zeitung, Axel-Springer-Straße 65,
10969 Berlin

S t r a f a n z e i g e
wegen Beleidigung gem. § 185 StGB.


Begründung:

Wie allgemein bekannt, beabsichtigt der Chefredakteur der BILD-Zeitung die Titelseite des Blattes vom 20.4.2005 mit der Schlagzeile „Wir sind Papst“ auf einer 45 x 64 m großen Plane am Axel-Springer-Haus in Berlin zu zeigen.Das Wort „Wir“ suggeriert, dass alle Deutschen „Papst sind“. Die Schlagzeile unterstellt eine besondere Identifikation der deutschen Bevölkerung mit dem Papst, was auch durch die Gesellschaft für deutsche Sprache bestätigt wurde, als sie im Jahr 2005 die Schlagzeile zu den „Wörtern des Jahres“ erklärte, weil sie sprachlich einprägsam sei und eine bestimmte Stimmung in der Bevölkerung wiedergespiegelt habe (vgl. Wikipedia, „Wir sind Papst“).

Diese Unterstellung betrifft jeden Deutschen. Damit ist sie eine Kollektivbeleidigung all jener, die sich nicht mit dem Papst identifizieren. Für sie ist eine solche Identifikation ehrenrührig. Diese Ehrenrührigkeit ist nicht nur subjektiver Art, sondern liegt auch objektiv auf der Hand: Der gegenwärtige Papst ist nachweisbar Hauptverantwortlicher für die Etablierung und Aufrechterhaltung eines weltweiten Systems der Vertuschung und Begünstigung klerikaler Kinderschändungen. Die Verbrechen waren ihm in seiner Funktion als Präfekt der Glaubenskongregation bestens bekannt und wurden auf sein Geheiß als päpstliches Geheimnis vertuscht und der deutschen Strafgewalt entzogen. Es handelt sich um ein über Jahrzehnte begangenes Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Zu diesem Ergebnis kommt auch der britische Kronanwalt Geoffrey Robertson in seinem Buch „Angeklagt: Der Papst“, das wir beifügen. Gegen Joseph Ratzinger sind deshalb beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag umfangreiche Straf-anzeigen anhängig (vgl. http://hpd.de/node/11949). Eine davon wird in dem Buch von Sailer/Hetzel „Der Fall des Papstes“ dokumentiert, das wir ebenfalls beifügen.

Die ehrenrührige Vereinnahmung aller Deutscher zugunsten eines Mannes, der massenhafte Sexualverbrechen gedeckt und begünstigt hat, stellt eine strafbare Ehrverletzung dar. Hiergegen richtet sich die vorliegende Strafanzeige. Der Unterzeichner stellt zugleich Strafantrag.





Dieter Potzel
Freie Bürger für demokratische Werte (GbR)