Freie Bürger für demokratische Werte

Hungertod von Kindern, Steuergeld-Verschwendung

Wir klagen an!

Sehr geehrte ...

alle fünf Sekunden verhungert auf dieser Erde ein Kind unter zehn Jahren – das sind mehr als 17.000 pro Tag. In den vier Tagen, in denen Papst Joseph Ratzin-ger Deutschland besucht, werden also fast 70.000 Kinder Hungers sterben.

Gleichzeitig werden aber gerade für diesen Besuch Unsummen aus Steuermitteln verwendet. Bereits bei der letzten Visite Joseph Ratzingers schätzte ein Vertreter der bayerischen Polizeigewerkschaft allein die Ausgaben für „Sicherheit“ auf 50 Millionen Euro. Dieser Posten dürfte dieses Mal erheblich höher liegen, weil der Besuch sich nicht auf das eher ländliche Bayern beschränkt. Hinzu kommen gewaltige Umbaukosten wie Straßenneubauten (Etzelsbach), Flughafenumbauten samt Rodungen (Freiburg), Verlängerung von Bahnsteigen (Gottenheim), Burgrenovierung auf „Verdacht“ (Scharfenstein), aufwändiges Public-Viewing (Erfurt), Rund-um-die-Uhr-Berichterstattung des öffentlich-rechtlichen Fernsehens und vieles mehr, was „vorsichtshalber“ wohl in keiner Statistik auftauchen wird. Alles in allem muss man für den Papst-Zirkus wohl mit mindestens 100 Millionen Euro aus Steuermitteln rechnen (wie vom Bund für Geistesfreiheit schon für den Besuch vor fünf Jahren geschätzt wurde). Schon vor fünf Jahren machte der erwähnte (und daraufhin vielgescholtene, aber nicht widerlegte) Polizei-Experte den Vorschlag, es wäre doch billiger, die Besucher der Papst-Veranstaltungen auf Staatskosten mit Sonderzügen nach Rom zu schicken.

Die Leserbriefspalten verschiedener Tageszeitungen sind voll mit Äußerungen wie: „Ich bin zwar katholisch, aber das Geld hätte man besser für die Hungernden in Afrika eingesetzt.“ Als der „Südkurier“ seine Leser Anfang August im Netz darüber abstimmen ließ, äußerten binnen weniger Stunden über 80 Prozent diese Ansicht.

Einige Bundestagsabgeordnete haben bereits angekündigt, dieser höchst überflüssigen Schaufenster-Rede fernzubleiben – die zudem bekanntlich dazu führen wird, dass die Abstimmung über die Erweiterung des EU-Rettungsfonds, eine der wichtigsten und dringendsten Entscheidungen dieser Legislaturperiode, um eine Woche verschoben werden muss.

Allen anderen Abgeordneten aber, die dieser Rede nicht fernbleiben, schreiben wir hiermit ins Stammbuch:
Wir klagen Sie der Mitschuld an der Verschwendung von Steuergeldern an!
Wir klagen Sie der Mitschuld an am Hungertod von Kindern, die mit diesen Geldern hätten gerettet werden können.
Wir klagen Sie an, den obersten Vertuscher weltweiter Kinderschänderver-brechen und den Vereitler der Verfolgung dieser Verbrechen zu unterstützen. Wer der Papstrede nicht fernbleibt, der gibt damit Zeugnis, dass er den Seelen-mord an Zehntausenden von Kindern nicht ernst nimmt. Joseph Ratzinger ist nachweislich der Hauptschuldige dafür, dass diese Verbrechen immer wieder verschwiegen und damit begünstigt wurden, weshalb er auch schon bei ver-schiedenen Gerichten angezeigt wurde.

Wir werden die Namen der Bundestagsabgeordneten, die die Rede Papst Ratzingers befürworten, bekanntmachen und aufzeigen, dass sie wider besseres Wissen dem Hauptschuldigen der Vertuschung der Verbrechen an wehrlosen Kindern eine Plattform im Bundestag gegeben haben. Wir werden jeden Wahlkreis informieren, damit die Wähler wissen, wer mit welcher Haltung als „Volksvertreter“ im Bundestag sitzt.

Das hat nichts mit Kirchenfeindlichkeit zu tun. Jeder soll nach seiner Fasson selig werden. Doch hier geht es um unsere Demokratie und um Recht und Gesetz.
Mit freundlichen Grüßen,

(Matthias Holzbauer)