Freie Bürger für demokratische Werte

Staatssubventionen ersatzlos streichen!

Herr (Nachname)

zwei Monate nach dem Besuch Joseph Ratzingers in Deutschland ist sein dringendster Wunsch noch immer unerfüllt geblieben: Die „Entweltlichung“ der Kirche voranzutreiben, die endlich auf ihre „Privilegien“ verzichten sollte. So formulierte er es selbst unmissverständlich in seiner Freiburger Rede.

Nachdem die deutschen Bischöfe, allen voran Erzbischof Robert Zollitsch, diesen Wunsch offenbar hartnäckig hintertreiben möchten, sind die Politiker um so mehr gefordert, dem Wunsch des Papstes zu entsprechen und endlich zu handeln und eine konsequente Trennung von Staat und Kirche herbeizuführen.

Wie dringend dies gesamtgesellschaftlich geboten ist und wie sehr es auch dem Wunsch der überwiegenden Mehrheit des Volkes entspricht, das zeigt sich einmal mehr in den Zahlen, die z.B. der Humanistische Pressedienst unlängst zutage gefördert hat: http://hpd.de/node/12299

Demnach kann von einer „Rückkehr der Religionen“ keine Rede sein, im Gegenteil: „Bei allen kirchlichen Amts­handlungen ist ein deutlicher Rü­ckgang nicht nur bei den absoluten Zahlen zu verzeichnen, die ja gern mit dem allgemeinen demo­graphischen Wandel erklärt werden, sondern auch die relativen Zahlen sind rück­läufig.“

Nur noch knapp fünf Prozent der Bevölkerung besuchen demnach noch einen kirchlichen Gottesdienst. Wären dies die Wähler einer „Gottesdienstbesucher-Partei“, so würde diese Splittergruppe bei einer Wahl nicht einmal mehr ins Parlament gelangen. Die Zahl der Paare, die sich kirchlich trauen lassen, beträgt nicht einmal mehr die Hälfte derjenigen von vor 20 Jahren; bei Taufen sieht es nicht viel besser aus. Und dennoch subventioniert der deutsche Staat diese steinreichen Institutionen unverändert mit, je nach Schätzung, 15 bis 19 Milliarden Euro pro Jahr.

Diese Staatsleistungen an die Kirche gehören umgehend gestrichen, so wie es die Verfassung seit über 90 Jahren verlangt, und zwar ersatzlos. Die Geschäftsgrundlage dafür, so es denn je eine gegeben haben sollte, ist längst entfallen. Die dürren Zahlen der Statistik weisen es aus.

Mit freundlichen Grüßen

Matthias Holzbauer