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Ratzinger setzt Bischof ab

Ratzinger wirft zölibatskritischen Bischof hinaus

Papst Josef Ratzinger hat den australischen Bischof William Martin Morris abgesetzt, weil dieser sich befürwortend zu einer Lockerung des Pflichtzölibats geäußert hatte:
http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/39046.html
Bezeichnenderweise wurde über diesen Skandal in der deutschen Presse bisher kaum berichtet. Dabei ist doch der Pflichtzölibat ein Teilaspekt des Milieus, in dem ungezählte Missbrauchsfälle „gedeihen“ konnten.
Frage an die Abgeordneten des Deutschen Bundestags: Wollen Sie wirklich jemand im Bundestag sprechen lassen, der so absolutistisch mit interner Kritik umgeht?

„Dieses Geld stinkt“

Die Humanistische Union hat errechnet, dass die Großkirchen seit dem Krieg allein an sogenannten „Staatsleistungen“ einen Betrag von 14 Milliarden Euro vom deutschen Steuerzahler erhalten haben:
http://hpd.de/node/11447
http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/gottes-milliarden-vom-staat/
Dies Staatsleistungen, die auf alten Verträgen beruhen (und nach dem Grundgesetz längst abzulösen wären), machen jedoch nur einen kleinen Teil der Subventionen des Staates an die Kirchen aus. Rechnet man alle staatlichen Subventionen und Steuerbefreiungen für die Großkirchenkonzerne zusammen, so kommt man allein in einem Jahr schon auf einen höheren Betrag:
http://www.kirchen-einsparen.de/
Wohlgemerkt: diese Beträge haben weder etwas mit der Kirchensteuer noch mit den staatlichen Zuschüssen für kirchliche Sozialleistungen zu tun. Das kommt alles noch dazu!
Die taz bemerkt zu diesem Thema lakonisch: „Dieses Geld stinkt“!
http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/dieses-geld-stinkt/
Und nun die Frage an alle Abgeordneten des Deutschen Bundestags: Wollen sie allen Ernstes jemand im Bundestag sprechen lassen, der das deutsche Volk so schamlos ausplündert?

Papsttum: Fremdkörper in einer Demokratie

Unter der Überschrift „Die Kirche ist geistig impotent und blutleer“ stellt Michael Meier im Tagesanzeiger Zürich und in der Basler Zeitung das Buch „Ist die Kirche noch zu retten?“ von Hans Küng vor. Nach Meier zeigt Küng, „wie sich die Kirche seit dem 11. Jahrhundert immer mehr in Richtung eines monarchischen Absolutismus entwickelte, der in der Erklärung der päpstlichen Unfehlbarkeit im 19. Jahrhundert gipfelte. ... Laut Küng muss ein absolutistisch verfasstes Papsttum in der demokratischen Gesellschaft ein Fremdkörper sein. Anders als das demokratische System halte dieses an einem Zweiklassensystem von Klerikern und Laien und an der Ständegesellschaft ohne Volkssouveränität und Gewaltenteilung fest.“
Küng bezeichnet es als schlicht unverständlich, dass Ratzinger seinen Vorgänger Karol Wojtyla selig spricht, „der den pädophilen Wiener Kardinal Groer lange Zeit deckte und dem pädophilen Gründer der Legionäre Christi, dem Mexikaner Marcial Maciel, bis zum Schluss freundschaftlich verbunden war.“
Meier berichtet auch über das Buch „Kirchenkrise des Religionssoziologen Franz Xaver Kaufmann: „Am Missbrauchsskandal macht Kaufmann die Weltfremdheit des kirchlichen Systems erschreckend plausibel. In der sonst so rigiden katholischen Moraltheologie spiele der klerikale Kindsmissbrauch kaum eine Rolle. ... Die Vertuschung der Übergriffe im Beichtgeheimnis, die blosse Versetzung der Täter, die fehlende Zusammenarbeit mit der staatlichen Strafverfolgung und der mangelnde Wille zur Aufklärung der Straftaten: Dies alles lässt Kaufmann von einer «moralischen Parallelwelt» sprechen.“
Weitere Details unter: http://bazonline.ch/kultur/buecher/Die-Kirche-ist-geistig-impotent-und-blutleer/story/23717832
Und nun die Frage an alle Abgeordneten des Deutschen Bundestags: So jemand wollen sie allen Ernstes im Bundestag reden lassen?