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Italien: Millionenstreit für die Seligsprechung

Millionenstreit wegen Seligsprechung

„Wenige Tage nach der Seligsprechung Johannes Pauls II. streitet man in Rom über die Kosten des Mega-Events.“ Das berichtet der Wiener Standard:
http://derstandard.at/1304428532960/Rom-Teure-Papst-Seligsprechung
Der Vatikan will demnach zu den Ausgaben der Stadtverwaltung von 4,6 Millionen Euro bisher nur 370.000 Euro beitragen, obwohl er zuvor angekündigt hatte, die „öffentlichen Bilanzen nicht belasten“ zu wollen – und obwohl er offenbar hohe Summen von „Sponsoren“ erhalten hat.
Geht man vom letzten Papstbesuch in Deutschland (2006) aus, so dürfte eine Kostenschätzung für den diesjährigen Besuch von 100 Millionen Euro noch sehr zurückhaltend sein. Und auf diesen Kosten wird der deutsche Steuerzahler wohl ebenfalls sitzen bleiben, so wie jetzt der römische.
Frage an die deutschen Spitzenpolitiker: Wollen Sie wirklich jemand im Bundestag reden lassen, der trotz des immensen Reichtums seiner Institution regelmäßig den Staat für seine Kulthandlungen zur Kasse bittet?

Milieuschäden bei Merkel

Auch Kanzlerin Merkel war überraschend nach Rom zur „Seligpreisung“ Johannes Paul II. gereist – und war wenige Tage später durch unpassende Freudenbekundungen zur gezielten Tötung Bin Ladens aufgefallen. Ob hier ein Zusammenhang besteht? Sie besuchte die Seligsprechung eines Papstes, der einen Mann wie Josemaria Escrivá heilig gesprochen hat, der wesentlich zur Installierung des Pinochet-Regimes in Chile beigetragen hat. Merkel traf in Rom auch auf den überraschend eingeflogenen Jesuitenschüler Mugabe, der mit politischen Gegnern auch nicht gerade zimperlich umgeht. Kann es sein, dass das Milieu, in dem sie sich in Rom bewegte, bei der lutherischen Pfarrerstochter Merkel das Erbe Martin Luthers wieder aktivierte, der bekanntlich „fröhlich“ dazu aufrief, Bauern, Türken, Juden und Täufer umzubringen?
(http://www.kirchenopfer.de/moerderischewurzeln/martinluther/index.html )