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Vatikan soll Akten offen legen

Vatikan soll Akten offen legen

„Vatikan soll Akten über Sexualverbrechen offen legen!“

Wahrend die allermeisten Opfer kirchlicher Sexualverbrechen noch immer auf eine angemessene Entschädigung warten, versucht die Kirche weiter Zeit zu gewinnen – indem sie z.B. ihre Personalakten ausführlich untersuchen lassen will. Doch einer der Betroffenen, der als Jugendlicher von einem Priester missbrauchte Norbert Denef, brachte es gegenüber dem ZDF auf den Punkt:

“Die wirklichen Personalakten, die liegen in geheimen Archiven und die werden nicht geöffnet. Die liegen im Vatikan. Seit Jahren, seit Jahrzehnten war jedes Bistum dazu verpflichtet, das nach Rom weiter zu melden. Das heißt dort liegen die geheimen Archivlager. Die müssten aufgemacht werden – dann würde sich was ändern.”

http://netzwerkb.org/2011/07/13/kantholische-kirche-lasst-missbrauchsfalle-untersuchen/#more-8497

Und an wen gingen diese dem „päpstlichen Geheimnis“ unterliegenden Geheimberichte? An den Kardinal und später an den Papst Joseph Ratzinger! Ehe der Schirmherr des vatikanischen Vertuschungssystems seine eigene Rolle nicht offengelegt und die einschlägigen Akten nicht der Öffentlichkeit übergeben hat, sollte er auch nicht im Bundestag reden dürfen!

Vertuschung von Sexualverbrechen in Irland

Wem dienen kircheninterne „Richtlinien“ zur Eindämmung von Sexualverbrechen? Den Opfern – oder dem Ruf der Kirche nach außen hin? Wie wenig sie im Ernstfall wert sind, das zeigt sich beispielhaft an einem jetzt aktenkundig gewordenen weiteren Vertuschungsfall aus Irland. In der Diözese Cloyne hat Bischof John Magee ihm bekannt gewordene Fälle von Sexualverbrechen trotz „Richtlinien“ nicht an die Behörden weitergeleitet. „Fehlende Unterstützung des Vatikans habe die Durchsetzung der Richtlinien in Irland erschwert“, so die Badische Zeitung.

http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/ausland/neue-krise-im-irischen-cloyne--47422963.html

Und wer war im Vatikan all die Jahre über zuständig dafür? Joseph Ratzinger – der Mann, der jetzt im Bundestag reden soll.



DSK ist aus dem Rennen...

– und der Papst?

Dominik Strauss-Kahn ist endgültig aus dem Rennen um die französische Präsidentschaftskandidatur, für die er bis vor kurzem noch der Favorit der Sozialisten gewesen war. Ausschlaggebend ist eine Strafanzeige, die eine französische Journalistin wegen versuchter Vergewaltigung gegen ihn erstattete.

http://www.welt.de/politik/ausland/article13486392/Sozialisten-eroeffnen-Praesidenten-Jagd-DSK-ist-raus.html

Zum Vergleich: Gegen Joseph Ratzinger wurde in diesem Jahr ebenfalls Strafanzeige erstattet, und zwar vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag wegen „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“.

http://www.der-fall-des-papstes.info/

Die zur Anzeige gebrachten Punkte kann jeder dort selbst nachlesen und beurteilen – es handelt sich nicht um Vermutungen oder Verdächtigungen, sondern um einschlägige Dokumente z.B. über die Vertuschung von Sexualverbrechen oder das todbringende Kondomverbot.

Man kann also die politische Kultur zweier Länder vergleichen: Für die französischen Sozialisten ist „DSK“ raus. Vor deutschen Politikern darf „JR“ eine exklusive Rede halten.