Freie Bürger für demokratische Werte

Was kostet der Papst?

Was kostet der Papst?

„Was kostet der Papst?“ Das fragen mittlerweile viele Spanier, die nicht damit einverstanden sind, dass der Staat zu Zeiten der Krise Millionen für das Spektakel „Weltjugendtag“ ausgibt:
http://www.news.de/politik/855212761/spaniens-wuetende-erwarten-den-papst/1/

Die Kosten werden auf mindestens 50 Millionen Euro geschätzt:
http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/7/0,3672,8331975,00.html

Kritiker wie der Ex-Priester Evaristo Villar sprechen sogar von 100 Millionen, die zu vier Fünfteln am Staat hängen bleiben werden:
http://www.wochenblatt.es/1000003/1000013/0/25321/article.html

Insbesondere die umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen mit allem Drum und Dran pflegen bei offiziellen Schätzungen gar nicht aufzutauchen. Auch für den bevorstehenden Papstbesuch in Deutschland gibt es erste vorsichtige Schätzungen, die von weit mehr als 50 Millionen Euro ausgehen:
http://hpd.de/node/11792?page=0,0

Da werden z.B. eigens Bahnsteige und rote Teppiche verlängert, Straßen ausgebaut, Burgen renoviert oder für eine Viertelmillion Euro „Public Viewing“ für die Bevölkerung eingerichtet – obwohl die öffentlich-rechtlichen Sender sich ohnehin fast rund um die Uhr mit dem Ereignis befassen werden; so, als ob die Nation keine anderen Sorgen hätte. Auch in Deutschland dürften die tatsächlichen Kosten, die von allen Steuerzahlern – gleich welcher Konfession – getragen werden müssen, jedoch erheblich höher liegen. Schätzte doch ein Vertreter der bayerischen Polizeigewerkschaft bereits 2006 die Kosten allein für die Sicherheit des damaligen Papstbesuchs in Bayern auf 50 Millionen Euro:
http://www.freie-christen.com/papst-show.html

Das dürfte für den diesjährigen Besuch (in wesentlich größeren Städten!) um einiges höher liegen. Hinzu kommen wirtschaftliche Einbußen durch Verkehrsbehinderungen, Autobahn- und Straßensperrungen usw. 100 Millionen Euro, wie jetzt für Spanien geschätzt, dürften auch in Deutschland eher die Untergrenze bilden. Doch die genauen Beträge dieser Steuergeld-Verschwendung werden auch diesmal wohl in keiner Statistik auftauchen. Immerhin verlangt jetzt die Bundestagsfraktion der Linken eine solche Aufstellung:
http://www.linksfraktion.de/kleine-anfragen/kosten-programm-papstbesuches-september-2011/?rss

Während der deutsche Staat diese Millionen für eine steinreiche Institution nachwirft, verhungert alle fünf Sekunden ein Kind! Dass der Papst unter diesen Umständen so einen Aufwand für seinen Auftritt überhaupt zulässt, zeigt, wes Geistes Kind er ist. Und dass der Bundestag so jemanden eine Rede halten lässt, zeigt, wie Weihrauch Gehirne vernebeln kann.

Katholischer Fundamentalist plante Giftgas-Anschlag

Gut, dass die spanische Polizei wachsam war: Ein 24-jähriger Mexikaner plante ein Giftgas-Attentat auf Papstgegner:
http://nachrichten.rp-online.de/politik/polizei-befuerchtete-giftgas-attentat-auf-papstgegner-1.1577239

Sicher gibt es überall Verrückte mit kranken Gehirnen. Aber könnte es nicht sein, dass der Mexikaner nur das wörtlich genommen hat, was in der offiziellen Lehrsatz-Sammlung der Vatikankirche nachzulesen ist? Dort heißt es nämlich:

„Die Kirche hat kraft ihrer göttlichen Einsetzung die Pflicht, auf das gewissenhafteste das Gut des göttlichen Glaubens unversehrt und vollkommen zu bewahren und beständig mit größtem Eifer über das Heil der Seelen zu wachen. Deshalb muss sie mit peinlicher Sorgfalt alles entfernen und ausmerzen, was gegen den Glauben ist oder dem Seelenheil irgendwie schaden könnte.“
(Neuner/Roos, „Der Glaube der Kirche“, Randnummer 382)

Weshalb entfernt die Kirche solche Aussagen nicht aus ihren Lehrbüchern? Und weshalb läst der Bundestag einen Mann reden, solange er solche Sätze nicht aus den offiziellen Schriften seiner Kirche entfernt hat?

Nähere Informationen: Freie Bürger für demokratische Werte, Tel. 09391/6683