Freie Bürger für demokratische Werte

Alles für die Kirche, nichts für Gott!

Alles für die Kirche, nichts für Gott!



„Ein sehr aussagekräftiges Symbol! Die neoklerikale Kirchenrepublik Deutschland nimmt mehr und mehr Gestalt an.“ Mit diesen Worten kommentierte Alfred Schulte, Kirchenfilzexperte der Freien Bürger für demokratische Werte, die Prägung einer Zwei-Euro-Münze mit dem Motiv des Kölner Doms. (http://www.bild.de/BILD/regional/koeln/aktuell/2011/01/27/neue-2-euro-dom-muenze/bild-bringt-sie-dem-papst-in-den-vatikan.html) Laut Bild wird sie nächste Woche dem Heiligen Vater“ im Vatikan übergeben werden. „Der Kölner Dom auf dem Euro, ein Papst, der im Bundestag reden soll, und eine Bundespräsidentengattin, die für Kircheneintritt wirbt – es wird von Tag zu Tag klarer, wer in Deutschland das eigentliche Sagen hat“, so Schulte. Es genüge offenbar nicht, dass der Staat Jahr für Jahr den Großkirchen 15 Milliarden Euro an Subventionen und Steuerbefreiungen gewähre (www.spart-euch-die-kirche.de), Kirchensteuer und Zuschüsse für kirchliche Sozialleistungen noch gar nicht eingerechnet. „Nein: Es soll offenbar auch nach außen hin mehr und mehr sichtbar werden, wer der Reiter auf dem Staatsross ist.“ Nordrhein-Westfalen, für das das Dom-Motiv Motiv stehe, sei treffenderweise auch das Bundesland, das den Kirchen im Vergleich pro Kopf die zweitmeisten Subventionen aus dem Steuersäckel zukommen lasse.

Einen treffenden Kommentar dazu habe der Politologe Carsten Frerk gegeben, der in einem Interview mit Idea-Spektrum bemerkte: „Die Kirche ist die beste Geschäftsidee aller Zeiten.“ „Was würde wohl Jesus von Nazareth dazu sagen?“, so Schulte. „Er ließ sich eine Münze bringen, auf der der römische Kaiser abgebildet war und sagte dazu: ‚Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist und Gott, was Gott gebührt.’ Das wäre mit der neuen Münze gar nicht mehr möglich, weil darauf statt einem Symbol des Staates ein Dom abgebildet ist. Jetzt lautet offenbar die Botschaft: `Gebt der Kirche alles, und Gott nichts.’“

Bettina Wulff allerdings sei schlecht beraten, ausgerechnet jetzt für die Säuglingstaufe nach lutherischer Art zu werben. „Lutheraner landen nach kirchlicher Lehre in der Hölle, wenn sie nicht vor dem Tod katholisch werden“, so Schulte. (http://www.freie-buerger-fuer-demokratische-werte.de/aktuelles/ave-papa/index.html) „Mit dieser Aktion verschlechtert sie die Chancen ihres Mannes, der ewigen Verdammnis zu entgehen, noch weiter.“ Denn Christian Wulff sei aufgrund von Scheidung und Wiederverheiratung ohnehin bereits von den Sakramenten ausgeschlossen.