Freie Bürger für demokratische Werte

Kartell zur Ausplünderung des Steuerzahlers

Kartell zur Ausplünderung des Steuerzahlers


Pressemitteilung

„Das ist mehr als grotesk: Ausgerechnet im Jahr des Papstbesuchs reist eine hochoffizielle Delegation der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche in Deutschland (VELKD) nach Rom – und deren Leitender Bischof Dr. Johannes Friedrich will den Papst um gut Wetter bitten – für Luther! Wie tief will die Lutherkirche noch sinken?“ Mit diesen Worten kommentierte Dieter Potzel, Luther-Experte der Freien Bürger für demokratische Werte die geplante Romreise der Lutheraner. Friedrich wünscht sich nach eigenem Bekunden eine „kritisch-konstruktive Würdigung“ des Papstes für Luther, der 1521 mit dem vatikanischen Bannfluch belegt worden war. Eine Aufhebung dieses Fluches verlangt Friedrich jedoch nicht – dies sei „wohl kirchenrechtlich nicht möglich“.

„Wieso dieser vorauseilende Gehorsam?“, so Potzel. „Will der leitende Lutheraner Friedrich davon ablenken, dass nach bis heute gültiger kirchlicher Lehre (http://www.freie-buerger-fuer-demokratische-werte.de/aktuelles/ave-papa/index.html) ausnahmslos alle Protestanten, die nicht vor ihrem Tod noch katholisch werden, in der ewigen Hölle schmoren werden? Weshalb verlangt er nicht die Aufhebung dieser kirchlichen Lehraussage?“

Des Rätsels Lösung, so Potzel, liege in einem Beitrag Friedrichs im lutherischen Monatsblatt Chrismon, in dem er die staatlichen Milliardensubventionen des Staates an die Kirchen verteidigt habe. Fast gleichzeitig habe der Stern das dubiose Finanzgebaren der lutherischen Diakonie offengelegt und die Art und Weise kritisiert, wie Tausende von Beschäftigten in schlechter bezahlte Arbeitsverhältnisse bugsiert worden seien. Und Kardinal Marx habe im Bayerischen Rundfunk gegen die „Polemik“ gewettert, dass man der Kirche vorwerfe, sich „Privilegien“ zu verschaffen – und fast wortgleich habe der Papst höchstpersönlich vor Diplomaten erklärt, beim Einsatz für Religionsfreiheit gehe es „nicht um Privilegien.“

„Da passt alles zusammen“, so der ehemalige lutherische Pfarrer Potzel. „Die Kirchen stehen mit dem Rücken zur Wand. Die staatlichen Milliardenzahlungen an die Großkirchen aufgrund fadenscheiniger und längst überholter historischer Abmachungen bis hin zu Bischofsgehältern auf Steuerzahlerkosten sind zu Recht ins Gerede gekommen. Da schließen sich die Kirchenkonzerne nun auch öffentlich zu dem Kartell zusammen, das sie hinter den Kulissen schon längst sind: ein religiöses Kartell zur Ausplünderung des Staates und der Steuerzahler. Und der Despot Luther, der zum Massenmord an Bauern und ‚Hexen’ aufrief, soll vom letzten absoluten Herrscher Europas reingewaschen werden.“

Doch die Lutherkirche müsse aufpassen, so Potzel weiter, dass sie in dieser Umarmung nicht auf der Strecke bleibe. Friedrich habe schließlich bereits 2001 laut über eine „eingeschränkte Anerkennung“ des Papstamtes durch die Lutheraner nachgedacht. Dennoch erkennt der Papst die Lutherkirche nicht als „vollwertig“ an. „Ist es ein Zufall, dass Ratzinger diesmal auch ins Herzland der Reformation, nach Thüringen, reist, womöglich direkt in die ‚Lutherstadt’ Erfurt? Der einzige, der möglicherweise etwas ahnt, scheint EKD-Präses Schneider zu sein, der sich ‚irritiert’ darüber zeigte, dass die römische Kirche ‚auch ein Staat’ sei. Doch gegen den absurden Einfall, den Papst als angebliches ‚Staatsoberhaupt’ vor einem demokratischen Parlament, dem Deutschen Bundestag, auftreten zu lassen, traut auch er sich nicht zu protestieren. Vatikanisch und lutherisch – das ist aus Sicht des Bürgers letztlich Jacke wie Hose“.


Zu den Milliardenzahlungen des Staates an die Kirchen: http://www.spart-euch-die-kirche.de