Freie Bürger für demokratische Werte

Missbrauchsopfer über Kirche empört

Missbrauchsopfer über Kirche empört

Ein „verheerendes Signal für Knauserigkeit“ nennt die Frankfurter Rundschau (3.3.11) das „Angebot“ der katholischen Kirche, den Opfern von Kinderschänderverbrechen durch Priester höchstens 5.000 Euro an Entschädigung zuzugestehen. Denn damit unterbiete sie sogar noch den „bescheidenen Vorschlag der Jesuiten, an alle Betroffenen pauschal 5.000 Euro zu zahlen.“

Die Zeitung verweist auf das Nachbarland Österreich, wo die von der Kirche angebotene Entschädigung im Höchstfall immerhin bei 25.000 Euro liegt: „Was aber unterscheidet das Leid der Missbrauchsopfer in Deutschland von dem in unserem Nachbarland? Oder ist es der einzige Unterschied, dass es die Kirche in Deutschland einfach besser versteht, ihr Geld beisammenzuhalten?“, so Wolfgang Wagner in einem FR-Kommentar.

Dieses Verhalten der Kirche, dass die „Missbrauchsopfer empört“ sei deshalb, so die Zeitung weiter, „kein Symbol für die Anerkennung des Leids der Opfer, sondern ein Symbol für die Unfähigkeit der Kirche, mit diesem Skandal in ihren Reihen fertig zu werden.“

Dem sei nichts hinzuzufügen, erklärte die Diplom-Sozialpädagogin Petra Duschner, die bei den Freien Bürgern für demokratische Werte seit Jahren die Kinderschänderverbrechen innerhalb der Kirche beobachtet. „Außer vielleicht, dass Herr Ratzinger erst einmal dafür sorgen müsste, dass sich dieses skandalöse Verhalten seiner Kirche gegenüber den Opfern der pädophilen Priester grundlegend ändert, ehe man überhaupt auch nur ansatzweise daran denken sollte, ihn im Bundestag sprechen zu lassen. Und er sollte seine eigene Rolle als Präfekt der Glaubenskongregation und als Papst bei der Vertuschung dieser Verbrechen endlich schonungslos offen legen!“